About

Die Idee zu diesem Blog entstand im Januar 2016, als ich auf meiner 9-tägigen Visionssuche auf einem Berg im Süden Brasiliens war.

Mit großer Klarheit bemerkte ich, dass es mir Freude machen würde, meine Chanupa, die ich 2010 auf dem Visionsberg bekommen hatte, mehr zu nutzen, sie mehreren Menschen zugänglich zu machen.

Seit mehreren Jahren hörte ich außerdem immer wieder den Satz – du solltest schreiben. Also habe ich mir gedacht, es wäre doch schön, die Überlegungen mit Chanupa aufzuschreiben.

Vandana Shiva, die indische Aktivistin, hat einen Begriff geprägt, der mich sehr beeindruckt und beschäftigt: die Monokultur des Geistes. So wie in der Landwirtschaft die Monokultur die Pflanzen anfällig macht, für Krankheiten und Ausrottung, so gefährlich ist auch die Monokultur des Geistes für die Menschen. Wenn wir alle in gleichen Bahnen denken, wie können wir kreative Lösungen und Strategien für die Probleme finden, die uns gerade als Menschheit beschäftigen?

Ich merke, wie die Chanupa mir und anderen hilft, uns mit unserer grösseren Quelle zu verbinden, von wo aus ein anderer Blickwinkel aufs Leben entsteht. Diesen, meinen ganz eigenen Blickwinkel möchte ich auf diesem Blog gerne teilen.

Der Tabak, der in der Chanupa geraucht wird (gepafft, nicht eingeatmet), ist in der Tradition vieler amerikanischer Ureinwohner, eine heilige Pflanze. Er wird liebevoll “Großvater“ genannt und wer die Gelegenheit hat, mit ihm auf diese ehrenwerte Weise in Kontakt zu treten, versteht den tiefen Respekt, Ehrerbietung und Dankbarkeit, die diesem Pflanzengeist entgegengebracht wird. Ich hatte einmal eine Vision, in der sah ich, wie die Intention unseres Herzens die Moleküle des Tabaks imprägniert. Wird er angezündet und geraucht, werden diese Informationen in alle Richtungen des Universums getragen. Von dort wiederum, weil wir geliebte Kinder unseres Schöpfers sind, schallt uns ein riesengroßes, zweifelsfreies “Ja” entgegen. Die Pfeife und der Tabak, auf diese heilige Weise gebraucht, hilft uns also, unsere Rolle als “Mitschöpfer” des Universums bewusst wahrzunehmen.

Auf einer Website des Fogo Sagrado de Itzachilatlan wurde das Gebet mit der Chanupa einmal so beschrieben:

“Die Chanupa, auch bekannt als Heilige Pfeife oder Petyguá (Guarani Indianer) ist ein Instrument, das von Generation zu Generation weiter gegeben wird, und das das Zentrum der Tradition des “Roten Weges” (Tradition der amerikanischen Ureinwohner) darstellt. Durch sie können wir eine Verbindung mit dem Göttlichen erlangen und die Kraft, unsere Gebete, Vorsätze, Absichten und Dankbarkeit dem “Grossen Geist” nahezubringen. Deshalb wird dieses Ritual als ein sehr wichtiger Moment und die Teilnahme als eine große Ehre angesehen.

Durch die Pfeife, die auch die Große Macht darstellt, werden wir uns bewusst wie wir leben wollen, wir beten für unsere Beziehung zur Mutter Erde und ihren Kindern und für unsere persönliche Beziehung mit der Welt.

Mit der Pfeife ehren wir das Wort, das erschafft, und das uns durch unsere bewussten Taten auf eine verantwortungsvolle Weise mit der Schöpfung vereint. So erwecken wir das Bewusstsein, dass wir Teil eines Ganzen sind und verstehen, dass das Schicksal der Welt und das Erbe unserer Kinder in unseren Händen liegt.”